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Freitag, 29. November 2013

Die zwei Gesichter Hongkongs

Eine Stadt habe ich in meinem letzten Artikel über das Perlflussdelta ausgelassen, auch wenn sie eigentlich ebenfalls dazu gehört: Hongkong. Denn dort habe ich mich über eine Woche aufgehalten.

Kurz vor meiner Abreise bin ich auf einen Artikel in der alpinwelt (Anmerkung: Mitgliedszeitschrift der Sektionen Oberland und München des DAV) gelesen, in dem vom Wandern in Hongkong die Rede war. Das hat mich erst mal überrascht, denn ich hatte keine Ahnung, dass Hongkong überhaupt mehr ist, als die bekannte, pulsierende City.

Tatsache ist aber, dass große Teile der Region Hongkong so bergig und steil sind, dass es schlicht nicht möglich oder viel zu teuer wäre dort zu bauen. Hier, in den New Territories und auf den vorgelagerten Inseln sind große Countryparks entstanden. Das sind Naturparks mit angelegten Wegen die von Regionen für den Familienurlaub oder die Joggingstrecken am Abend bis hin zu beinahe unberührter Natur mit teils atemberaubenden Blicken reichen. Und neben normalen Wanderwegen gibt es hier überraschenderweise auch vier Weitwanderwege. Der längste von ihnen ist der sogenannte MacLehose Trail, der auf 100 km (und rund 4500 hm) die New Territories von Ost nach West durchquert. Für mich war es eine der spannendsten Trekkingtouren bislang. Zum einen, da ich sehr neugierig war, wie wohl eine Trek in einer der am dichtesten besiedelten Regionen der Welt aussieht und zum anderen war es meine erste Solotour, ich war dieses mal ganz allein unterwegs.

In den fünf Tagen hatte ich tolle Blicke auf steile Klippen am Meer und dann wieder auf Städte mit ihren vielen Hochhäusern, bin durch unberührte Wälder gewandert und habe (viel zu) zahme Affen beobachtet. Manchmal war der Weg tierisch steil und nur ein schmaler Pfad im Gebirge, ein anderes Mal bin ich auf betonierten Wanderwegen oder Straßen mit vielen anderen Tageswanderern gelaufen. Und zu meiner eignen Überraschung bin ich schlussendlich allein ziemlich gut klar gekommen, auch wenn ich anfangs vor Anstrengung und Frust (weil ich mir zu viel an einem Tag zugemutet habe) gerne alles verflucht hätte, was mir in den Weg kam. In jedem Fall bin ich beeindruckt, welch tolle Natur Hongkong zu bieten hat, diese Seite der Region, die bei uns in Europa kaum jemand kennt.

Das zweite "Gesicht" Hongkongs ist sicherlich das Bekanntere. Eine Millionenstadt wo sich Hochhaus an Hochhaus reiht, glänzende Wolkenkratzer die insbesondere bei Nacht in allen Farben leuchten. In manchen Vierteln reihen sich kleine Läden aneinander und man findet selbst in dieser modernen Handelsstadt diese Ecken mit eher traditionellen kleinen Lebensmittelmärkten. Dann wieder funkelnde Shopping Malls wo sich vermutlich jedes Luxuslabel finden lässt, das es gibt. Und für mich persönlich wurde es nachts, wenn alles leuchtet, am interessantesten, vor allem zum Fotographieren.

Mit diesen zwei so unterschiedlichen Seiten und ihrer Vielfalt hat mich sowohl die Stadt, als auch die Region Hongkong in ihren Bann gezogen.

Sonntag, 17. November 2013

Trekking in der Nam Ha NPA

Wie schon in einem der vorangegangenen Artikel erwähnt, hat man in Laos durchaus dem Wert von intakter Natur und nachhaltigem Tourismus erkannt. Einer der größten Nationalparks bzw. NPA (national protected area) findet sich rund um den Ort Luang Nam Tha, ganz im Nordwesten des Landes, quasi direkt an der chinesischen Grenze.

Ich entscheide mich, zusammen mit Petra und Fiona die ich im Bus kennengelernt hatte, mich einer Tour mit Guide anzuschließen, die uns für 2 Tage zu Fuß relativ tief in den Urwald von Nordlaos führen soll und an einem dritten Tag mit dem Boot den Nam Tha River runter. Unser Guide, ein junger Mann namens Daen, war früher Jäger, er jagte mit dem Gewehr was immer ihm vor den Lauf kam. Dann nahm er das Angebot einer Umschulung zum Tourguide an. Heute sagt er von sich: "I've changed from a killer to a protector". Mit ihm und uns drei Frauen ist außerdem Kham unterwegs, ein junger Mann aus einem der Orte im Tal (die Schreibweise der Namen ist geraten ;-) )

Von einem kleinen Dorf, an der Hauptstraße nach Huay Xai gelegen, laufen wir los. Nur rund 20 min führt uns unser Weg durch Reisfelder, bevor er in den Wald abzweigt und steil ansteigt. Schon bald kommt kaum mehr Sonne durch und immer wieder schlägt Daen den Weg mit der Machete frei. Die Vegetation besteht aus einer bunten Mischung von hohen Laubbäumen, Bambus und wilden Bananenstauden. Wir sind gute 6 Stunden (und ca. 700-800 hm) unterwegs, aber wir laufen nicht nur stur in Richtung unseres Ziels. Da wir nur das Nötigste an Lebensmitteln mitgenommen haben, sammeln Daen und Kham unterwegs weitere Zutaten. Wilde Chillies wachsen neben dem Reisfeld, am Wegrand finden sich diverse essbare Blätter und Kräuter wie die Blätter einer wilden Gurke oder ein niedriges Kraut, das schmeckt wie Koriander. Quasi direkt an unserem Übernachtungsplatz stehen jede Menge Bananenstauden, von denen wir Banaenblüten holen.

Dann zeigen uns die beiden, wie man im Bambus im Lagerfeuer kocht. In den breiten grünen Bambusrohren kochen wir Suppe aus verschiedenen Kräutern, feine Streifen der Bananenblüte, Chilli, Salz und Wasser. Die Entenstücke brutzeln über dem offenen Feuer und in anderen Bambusrohren gart in Blätter eingewickelt der Reis. Sogar Besteck machen wir aus Bambus, unser Tisch ist ein Bananenblatt. Um uns herum hören wir den Lärm, den die Grillen und Zikaden veranstalten und kuscheln uns schließlich in unsere Schlafsäcke um am nächsten Tag durch noch viel dichterem Wald wieder an die Straße zu kommen.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Unterwegs im Shan-Staat

Fishermen on Inle lake

Wir sind angekommen in Myanmar. In einem Land, das bis vor wenigen Jahren fast unmöglich zu besuchen war. Visa waren kaum zu bekommen und geführt war es von einem Militärregime. Seit einigen Jahren öffnet sich das Land nun stetig und entwickelt sich in einem rasendem Tempo weiter, trotzdem steckt der Tourismus vielerorts noch in den Kinderschuhen. Wir sind uns sicher, dass sich das ändern wird. Die neuen Reisemöglichkeiten locken vor allem Individualtouristen an, die Botschaften sind mancherorts völlig überfordert mit der Anzahl an Visaanträgen die neuerdings eingehen. Und doch sind die Besucherzahlen noch weit Weg von denen anderer südostasiatischer Länder.

Angekommen sind wir in der ehemaligen Hauptstadt Yangon, einer großen und doch wenig modernen Stadt. Von Yangon brachte uns ein relativ komfortabler und eiskalt klimatisierter Nachtbus an den Inle See, mitten in den Shan Staat. Die Shan sind die größte Minorität in Myanmar und bevölkern ein großes Gebiet im Osten des Landes. Einst waren sie mächtig und beherrschten ein Gebiet größer als der heutige Staat Myanmar. Dazu kommen viele weitere kleinere Volksgruppen wie die Palaung, die meist an den Rändern des Shangebietes in den Bergregionen an der Grenze zu Thailand und China leben.

Mittwoch, 18. September 2013

Larapinta Trail - Durch Australiens rotes Zentrum

Unerbittlich brennt die heiße Sonne Australiens. Wir suchen Schutz unter einem Sonnenschutz aus Zeltplane und einem der wenigen Büsche, während wir auf die kühleren Temperaturen am Abend warten.

Über mehr als 220 km zieht sich der Larapinta Trail über die West McDonnell Range in der Nähe von Alice Springs durch das Outback Australiens. Leider müssen wir uns aufgrund der etwas knappen Zeit auf eine sechstägige Tour zwischen Ellery Creek Big Hole und Standley Chasm beschränken. Die 65 km wurden uns aber als einer der schönsten Abschnitte des Treks empfohlen.

Zu Beginn geht es für zwei Tage über eine weite Ebene, die nur von niedrigen Bergkämmen unterbrochen wird. Wir wandern durch das typische »Rot« der Australischen Wüsten und kämpfen mit den hohen Temperaturen und dem fehlenden Schatten. Um einem Sonnenstich zu entgehen starten wir meist sehr früh und versuchen immer vor zwölf Uhr Mittags unser Tagesziel zu erreichen. So können wir dann auch die Tour über die Bergkämme und die scharf eingeschnittenen Schluchten genießen. In letzterem folgt der Weg oft nur dem trockenen Bachbett, ein Pfad ist häufig nicht mehr erkennbar, die Markierungen spärlich. Wir klettern über umgestürzte Bäume und große Felsblöcke, genau genommen ist es eigentlich wie Canyoning, nur ohne Wasser. Unser persönliches Highlight ist die Nacht auf dem Brinkley Bluff, eine der höchsten Erhebungen in der West McDonnell Range. Von dort haben wir einen herrlichen Blick über den zurückgelegten Weg und die umgebenden Bergkämme. Abends und morgens verwandelt die Sonne die Landschaft in ein rot-orangenes Farbenspiel. Nachts dagegen leuchten der Mond und die Sterne des Südhimmels über unserem Zelt.

Freitag, 9. August 2013

The Rooftop of Africa - Kilimanjaro

Schritt für Schritt geht es nach oben. Es ist steil und immer wieder halten wir an, um tief Luft zu holen. Wir befinden uns am letzten Aufstieg zu Gipfel, besser gesagt zum Uhuru Peak, der höchsten Erhebung am Vulkan Kibo, dem höchsten Berg im Kilimanjaro-Massiv. Wenige Minuten später ist es geschafft und wir können nun behaupten, den höchsten Punkt Afrikas erreicht zu haben, und zwar genau so, wie wir es uns vorgestellt haben. Zwei Kriterien hatten wir uns für diese Tour gesetzt.

Erstens: Aus eigener Kraft auf den Berg kommen. Das heißt, keine Träger als Hilfe, sondern alle Ausrüstung und Essen selbst tragen. Die beiden Guides (Simon und Richard), die uns begleiten sind uns vom Nationalpark vorgeschrieben. Kokulo, der Träger, hilft den beiden Guides und trägt die Privattoilette, die wir mitbringen müssen um im Cratercamp übernachten zu dürfen, auch wenn diese im Endeffekt keiner verwendet.

Zweitens: Den Gipfel von West nach Ost überschreiten und dabei über den Great West Breach, die anspruchsvollste nicht-technische Route aufzusteigen.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Etappenbeschreibung Mt. Kenya Summit Circuit

Eine komplette Etappenbeschreibung von der Trekkingtour am Mt. Kenya ist jetzt unter "Reiseinfos Afrika" online.

GPS Daten und Karte folgen.

 

At "Reiseinfos Afrika" you will now find a full description of the sections of the Mt. Kenya trekking tour (in german). GPS Data and map will follow.


Viele Grüße

Sybille

Die Mt. Kenia Umrundung.

Wir sind angekommen. Nach einer etwas chaotischen Weiterreise hat es uns zum Ausgangspunkt unserer nächsten Trekkingtour verschlagen: Nanyuki in Kenia.

Dank eines sehr hilfsbereiten und unkomplizierten Guide bekommen wir nicht nur die Fahrt zum Nationalpark Gate schnell organisiert sondern auch noch viele nützliche Tipps mit auf den Weg.

Schon auf den ersten Metern nach dem Sirimon Gate wird uns klar, dass sich diese Tour komplett vom Toubkal Circuit unterscheiden wird. Die Landschaft ist sehr grün und wir durchwandern innerhalb kürzester Zeit alle Vegetationszonen. Vom Regenwald über Steppenlandschaften bis ins vergletscherte Hochgebirge. Statt der ganztägigen Sonne prasseln uns fast jeden Nachmittag Regentropfen auf den Kopf. Unser Weg führt uns vom Sirimon Gate im Nordwesten des Mt. Kenia über die Old Moses Hut zum Shiptons Camp an der Nordseite des

Gipfelmassivs. Von dort umrunden wir die Gipfel auf dem Summit Circuit wobei wir eine Nacht auf etwa 4800m auf der Austrian Hut verbringen. Früh am vierten Tag erklimmen wir den Point Lenana mit unserem gesamten Gepäck und überschreiten den Gipfel um wieder zum Shiptons Camp abzusteigen und die gleiche Route zum Gate zurückzulaufen. Der Point Lenana ist mit 4985m der dritthöchste Gipfel im Mt. Kenia Massiv und der höchste, welcher ohne Kletterausrüstung zu erreichen ist. Die anderen Gipfel vielleicht nächstes Mal...:-)

Auf unserer Tour begegnen uns immer wieder sehr nette und interessante Bergsteiger. Ein älterer Engländer ist mit Kletterausrüstung auf dem Weg zur Batian Nordwand. Am nächsten Tag hören wir auch immer wieder Seilkommandos aus der Wand. Auf unserem Rückweg begegnen uns zwei junge Israelis die schon seit sechs bis acht Monaten durch Afrika tingeln. Wir tauschen Routeninformation gegen Tauchtipps auf Zanzibar. Unserem letzten Abend verbringend wir mit Beat aus der Schweiz. Er hat insgesamt sechs Jahre auf dem Rad verbracht und radelt im Rahmen seiner aktuellen Tour schon seit zehn Monaten durch Afrika (http://www.betzgi.ch). Aber nicht nur unter den Touristen treffen wir auf freundliche Menschen, auch viele Einheimische sprechen uns an. Sie fragen nach dem Woher und Wohin und ob wir eigentlich Spaß an den schweren Rucksäcken hätten. Einer lacht nur, als er erfährt, dass wir Deutsche sind und meint, damit sei alles klar.

 

We have arrived. After a somehow chaotic onward flight we are now in Nanyuki in Kenya, the starting point of our next trekking tour.

Thanks to Joseph, a nice and very helpful local guide, we’re having the transportation to the national park gate easily organized and he has plenty of useful tips for us.

After few meters following the Sirimon gate, we are absolutely sure, why this tour will be so completely different from the last one on morocco. The landscape is very green and within these days, we experience every zone of vegetation, from rain forest to savannah, rocks and glaciers in the high mountains. Instead of extremely hot and dry weather, it’s a humid clime here and as it seems to be an exceptional rainy season (normally it’s the dry season), there is rain almost every afternoon.

Our trek starts at Sirimon gate as mentioned, follows all the way up to Shiptons camp beyond the north face of Mt. Kenya's top and counterclockwise around all the summits to Austrian hut (~4800m) where we spent the night. From there, we climbed Point Lenana (4985m) to see the sunrise from the summit, descended to Shiptons Camp again and went back the same way to Sirimon Gate. Point Lenana is the third highest peak of the Mt. Kenya mountain and the only one accessible without climbing gear and knowledge. Maybe next time, one of the other ones... :-)

While trekking, we met a lot of nice and interesting people. One of them is an Englishman on his way to Batian North Face, with his climbing gear in his backpack. The next day we hear their climbing commandos from the wall. On our way back, we met two young Israeli guys, traveling through Africa since six and eight months. We exchanged route information and diving tips. And the last day of the trip, we spent with Beat from Switzerland. He was doing bike trips with an overall length of more than six years and along with his current trip, he biked through Africa for ten months now. (http://www.betzgi.ch) Of course also among the locals we met extremely nice and interesting people. We were chatting with some of the guides, many asked where we came from, which route we are hiking/climbing and one even asked, if we like to carry these heavy backpacks. He asked, where we were from and when we answered "Germany", he just laughed at us and replayed "no more questions".

 

Alles Liebe, best wishes

Sybille, Michael und das (Höhen)Schaf

 

Dienstag, 23. Juli 2013

The Toubkal Circuit

Von Imlil startend einmal im Uhrzeigersinn um den Jebel Toubkal herum. Dabei selbigen und den ein oder anderen Nebelgipfel besteigen. So ungefähr sah unser Plan und im wesentlichen auch die Tour aus. Von Imlil ging es ostwärts nach Tacheddirt, weiter Richtung Süden über den 3500m hohen Pass Tizi n'Likemt bis Amsouzert. Danach in westlicher Richtung über den Lac d'Ifni bis zur Toubkal Hütte, von dort auf den Jebel Toubkal und die beiden Gipfel des Jebel Ouanoukrim. Zu guter Letzt über den Tizi n'Aguelzim und die Cascades d'Irhoulidene zurück nach Imlil.

Es war eine durchaus sehr anstrengende Trekkingtour: nicht nur das viele Auf und Ab, auch die meist sehr schlechten Wege machen uns zu schaffen. Es sind oft nur Pfade in groben Geröll. Trotzdem haben wir Spass dabei und geniessen immer wieder wunderbare Ausblicke auf das uns umgebende Atlasgebierge. Vor allem von den Gipfeln haben wir einen tollen Weitblick. Das ist dann der Lohn für die Mühen. Etwas seltsam mutet es allerdings schon an, dass fast alle anderen Touristen ihre Rucksäcke und ROLLKOFFER von Mulis zu den Hütten/ Zeltpläzten und sich selbst von Guides auf die Berge schleppen lassen. Wir machen trotzdem ein paar nette Bekanntschaften. So haben wir auf dem Gipfel von Marokkos (und Nordafrikas) höchstem Berg dem Jebel Toubkal (4167 m), recht viel Spass mit einer norwegischen Familie. Wir posen um die Wette für das beste Gipfelfoto. Die letzten beiden Tage sind nochmal sehr andtrengend, da wir die vielen Höhenmeter wieder abseigen müssen und dabei die Anstrengungen der letzten Tage doch recht deutlich merken. Der einzige echte Wehrmutstropfen der uns bleibt ist der viele Müll. Es findet sich auf der gesamten Tour kaum ein Platz, an dem nicht irgendwo etwas Plasik wächst. Am schlimmsten ist es natürlich an den Übernachtungsplätzen. Unabängig davon ist der hohe Atlas und v.a. Die Region um den Jebel Toubkal eine eindrucksvolle Landschaft.

Fazit : neun Tage, rund 80km, knappe 7000hm und neben diversen hohen Pässen auch drei Viertausender bestiegen. Damit sind wir hoffentlich gut akklimatisiert, für die Touren, die als nächstes anstehen. Jetzt freuen wir uns zunächst auf den letzten Tag in Marrakech und sind schon sehr gespannt auf Ost-Afrika.

 

 

Starting in Imlil and hiking clockwise around Jebel Toubkal. Climbing the same and maybe even some of his neighboring peaks. That was basically the plan and in the end also the tour, we did. From Imlil we started eastwards towards Tacheddirt, continued south via Tizi n'Likemt (~3500m) to Amsouzert and then westwards via Lac d'Ifni until Toubkal Refuge. From there we climbed Jebel Toubkel, North Africa's highest mountain and the two summits of Jebel Ouanoukrim. Finally the path via Tizi n'Aguelzim and the cascades d'Irhoulidene brought us back to Imlil.

Is was a pretty exhausting trekking tour. On the one hand: up and down again and again. On the other hand: often just small paths through scree and boulders. Nevertheless we had a lot of fun and enjoyed the views from high passes and summits overlooking the Atlas Mountains which is somehow also a reward for the efforts of climbing. Even it was indeed a bit strange to see most hikers having their luggage and even trollies carried by mules to the huts and camp grounds, while guides brought them up to the mountains. Among some quite funny appearances, we met really nice and funny people as well. On the the summit of Toubkal, a Norwegian family and we tried to beat each other in posing for the best photo at the summit and we had plenty of fun together.

The last two days are pretty exhausting again, as we had to descend most of the meters we have climbed and we can feel the long week before in our legs. The only sad thing that stays is the litter. Even a national park, there is hardly any point, where we don't find plastic somewhere in the landscape. Of course, it's worst around huts and camp grounds. Nevertheless, the Atlas Mountains and especially the Toubkal region offer an impressive landscape which fascinates us a lot.

Summary: nine days, around 80km, almost 7000 meters altitude and the successful climb of three fourthousand meter summits and several high cols. Now we are hopefully well acclimatized for the upcoming trips. We're looking forward to a last day in Marrakech and are really curious about east Africa.



Best wishes, alles Liebe

Sybille and Michael

 

Montag, 27. Mai 2013

Food, food, food,...

Und wieder ein bisschen mehr. Für unsere ersten 3 Trekkingtouren (Hoher Atlas, Mt. Kenya, Kilimanjaro) möchten wir bereits fertige Trekkingmahlzeiten - zumindest Saucen etc. - mitnehmen, da wir davon ausgehen, dass das vor Ort schwer zu bekommen ist und normale Lebensmittel für mehr als ein paar Tage schlicht zu schwer sind.
Nach gründlicher Planung und Großbestellungen bei Kräuter Mieke, conserva.de und outdoorfoodshop.de habe ich also diesen Sonntag darauf verwendet, Trekkingfutterpäckchen zu packen: 7x Saucen, 11 vollständige Mahlzeiten mit Kartoffeln, Reis, Nudeln oder Couscous und entsprechenden Saucen etc. sowie 18 komplette Frühstücke, jeweils für zwei Personen. so langsam komme ich ins Zweifeln, wie ich das transportieren soll...aber irgendwie wirds schon gehen...
Fazit: Gesamtgewicht ca. 8kg und 30.000 kcal.

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And another bit more. For the first of our 3 trekkings (Atlas mountains, Mt. Kenya, Kilimanjaro) we would like to bring our own lightweight trekking food, at least sauces etc., as we expect having trouble finding these things in morocco, kenia or tanzania.
After thorough planning, huge orders placed at shops such as Kräuter Mieke, conserva.de and outdoorfoodshop.de I spend my last sunday packing and mixing dried food: 7 sauces, 11 complete meals (dinner) and 18 breakfast portions, each for 2 servings. I start questioning wheather we are able to transport everything...but it will work...somehow.
Whatever: as a result we have around 8kg of food with overall 30,000 kcal.





Best und alles Liebe
Bille

Montag, 6. Mai 2013

Wir bereisen die Welt - naja, fast...

Unserer Liste an Trekkingaktivitäten wird voraussichtlich dieses Jahr ein neues - großes - Kapitel hinzugefügt. Wir haben uns einige Monate Auszeit genommen und werden verschiedene Länder in Afrika, Südost-Asien sowie Australien bereisen. Der Fokus liegt dabei vor allem auf Bergsteigen und Trekking, aber auch Sightseeing, Wanderungen und Tauchen/Schnorcheln sollen nicht zu kurz kommen.

Die Reise wird im Juli in Marokko starten, unter anderem wollen wir dort im hohen Atlas trekken und einige der dortigen Berge besteigen. Von dort wollen wir weiter nach Kenia und Tanzania reisen, wo wir den restlichen Juli und den August beim Bergsteigen am Mt. Kenya, am Kilimanjaro, auf Safari und beim Tauchen auf Zanzibar verbringen wollen.
Der September soll uns dann nach Australien führen. Das Great Barrier Reef schreit geradezu nach einem Tauchgang und aus den vielen, vielen Trekkingmöglichkeiten werden wir sicherlich auch etwas aussuchen.
Der Oktober wird uns, oder zumindest mich dann voraussichtlich nach Myanmar führen, von dort weiter nach Laos und Thailand, von wo aus ich vor Weihnachten dann zurück fliegen möchte. Diese Länder sind ja nun nicht gerade das bekannte Berg- und Wanderparadies, nichtsdestotrotz habe ich schon viel gelesen und bin gespannt, was mich dort erwartet.

In der Zwischenzeit stecken wir mitten in unseren Vorbereitungen, es sind ja nur noch gute 2 Monate bis es losgeht. Die Packlisten sind geschrieben, die Reiseführer gekauft. Alle Impfungen sind erledigt (Infos zu Reiseimpfungen auf http://www.crm.de/)... So langsam kanns losgehen...die Nervosität steigt auch schon ein wenig.
In diesem Blog soll die Reise dokumentiert werden. Die Blogeinträge möchte ich in Zukunft entweder zweisprachig oder in englisch schreiben um unsere nicht deutsch sprechenden Freunden zu ermöglichen unsere Reise zu verfolgen.

alles Liebe
Bille

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This year, a new - probably big - chapter will be added to our list of trekking activities. Having a couple of months without work, we are planning to travel to different countries in Africa, Southeas-Asia and Australia with a focus on trekking and mountaineering. Nevertheless, we have thigs like sightseeing, hiking and diving/snorkling in our minds.

We will start the jouney in Morocco in July where we would like to trek in the Atlas mountains and climb some of they high mountains there. Following some weeks there, we plan to continue to Kenya and Tanzania where we will spend the rest of July and August climbing Mt. Kenya and Kilimanjaro, diving around Zanzibar and attending a safari. 
Presumably we will arrive Australia in september. The Great Barrier Reef is calling for diving and from the huge variety of treking possibilities (called bushwalking there) we will certainly pick some.
Oktober will bring either both of us or at least me to Myanmar followed by Laos and Thailand from where I would like to return before Christmas. Even these countries are not well known as a classical trekking or mountaineering area, I read a lot of articles and comments about these activities and I am really curious what to expect.

In the meantime, where busy with the last preparations, there are only around 2 months to go. the packing lists are written, the guide books bought. All vaccinations are "in" (german information about travelling and health, see http://www.crm.de/). We're almost ready to go... and I am slowly getting nervous.
This Blog in intended to document our jouney. In future, I plan to write the articles either in english or german/english so our non-german-speaking frieds might follow our journey as well.

Looking forward!
Best
Bille

Dienstag, 21. August 2012

Norwegen - kurzer Rückblick

Samstag nacht, 2:40. Mein Wecker klingelt und auf der einen Seite bin ich ein bisschen nervös, auf der anderen Seite will ich nicht aufstehen. 4 Stunden Schlaf nach Expresspacken am Vortag sind einfach zu wenig. Ich bin auf dem Weg nach Norwegen, mit der JDAV Jugendgruppe "Gleimber", die zum ersten Mal eine Sommertour mit mir machen, bei der was anderes als Klettern auf dem Programm steht. Es kommen 9 Jugendliche im Alter von 15 und 17 Jahren mit.
Szenenwechsel: Es ist 18:20, wir sind eben in Sorken am Femundsee angekommen. Trotz einer leicht kränkelnden Teilnehmerin mit Kreislaufproblemen, umsteigen in Berlin und 4,5 Stunden Bus fahren sind wir samt allem Gepäck gut angekommen. Dort, am Femund Canoe Camp wird für die nächste Zeit unser Basislager sein.

Kanutour Femund/Isteren


Am Sonntag früh geht es los: Wir bekommen fünf 2-Mann-Kanadier mit Bootswagen, wasserdichten Tonnen und sonstigem Zubehör. Auch noch 2 zusätzliche Kocher (natürlich die klassischen Trangias) können wir uns leihen. Mit den Booten werden wir jetzt eine Woche lang den Femund- und den daneben liegenden Isteren-See befahren. Alle lernen schnell mit dem Boot umzugehen und so kommen wir schon am ersten Tag deutlich weiter als ursprünglich vermutet. Die beiden Seen sind durch einen kleinen Fluss verbunden, der nicht befahren werden kann, hier werden die Boote auf die Bootswagen geschnallt und wir "wageln" 3 km bis in den nächsten See über die große Straße. Wie wir gleich am ersten Tag lernen, kündigt Wind zur Zeit häufig Regen an und so durchweicht uns ein kurzer (ca. 1h) aber extrem heftiger Schauer bis auf die Knochen, nachdem wir gerade noch gegen den Wind angepaddelt sind. Dementsprechend schnell verziehen sich alle abends in die Betten, es ist einfach kalt. Die Wettervorhersage gibt mir Temperaturen von 12-17°C Tagsüber und unter 5°C nachts raus. Obwohl wir im Norden sind: Das sind auch hier für Sommer niedrige Temperaturen.

Die nächsten Tage werden wir von traumhaften Sonnenschein über einen kompletten Regentag bis hin zu Wind mit Windstärken von 3-4 alles dabei haben.  Den regnerischen Tag wettern wir im Zelt an einer Landspitze am Trolltjønna ab,  spielen Karten und schlafen lange. Ansonsten bleibt es überwiegend sogar trocken und wird mit den Tagen auch etwas wärmer. Wir umrunden den kompletten Isteren, wechseln zurück in den Femund und fahren auch dort noch ein ganzes Stück erst am West- später am Ostufer entlang hoch. Insgesamt werden wir in diesen Tagen gute 100 km paddeln. Am Femund-Westufer sehen wir Rentiere, am Anfang sind wir noch ganz aufgeregt, dann werden sie so regelmäßig, dass wir sie nur noch mit einem Kopfnicken zu Kenntnis nehmen. Wir beschließen schon jetzt, zurück in Oslo unbedingt mal Rentier probieren. In der Zwischenzeit müssen wir uns mit etwas anderem essbaren begnügen. Das Essen, dass einfach nie reicht, zumindest nicht, um unseren unbändigen Appetit zu stillen und Heidelbeeren, die es an absolut jeder Ecke gibt. An unserem letzten Abend am See werden es drei volle Töpfe Beerenkompott, das macht sogar mal satt.

Bei wunderschönem Wetter paddeln wir schließlich nach 7 Tagen und 6 Bootstagen wieder im Camp ein, um viele Erfahrungen reicher.

Trekking Femundsmarka und außenrum:


Nach einem langen Tag Pause, an dem wir ewig schlafen, uns und unsere Klamotten waschen (Zitat: So richtig clean werden wir aber nie), geht es los. Vor diesem Teil unserer Tour habe ich etwas mehr Bedenken. Mehrere Jugendliche hatten im Vorfeld geäußert, nicht gerne zu wandern oder Angst zu haben, dass sie das Gewicht nicht tragen können. Ich weiß nicht, ob ich sie bei der Planung mit dem Kompromissvorschlag zu 5 Tage Trekking überzeugt oder doch eher nur überredet habe. Wir werden sehen.

Von Sorken laufen wir am ersten Tag in Richtung Sorkvola, machen auf dem Sattel unsere Pause bei Traumblick auf den See und finden schließlich am Abend einen Lagerplatz am Ytterjøen, einem kleinen See. Dort sehe ich (und ich vermute, einige andere auch), zum ersten Mal in meinem Leben einen Fischotter in freier Wildbahn. Zumindest der erste, an den ich mich erinnern kann. Den Bieber, der eine große Burg ins Wasser gebaut hat, den bekommen wir leider nicht zu sehen.

Bisher läuft alles gut, am Vormittag sind wir bereits gut und schnell vorran gekommen, am Nachmittag wurde die letzte Etappe dann doch kürzer, auch weil ich selber nicht mehr konnte. Mein Rucksack war schlecht gepackt und hat unglaublich an den Schultern gezogen. Da die Temperaturen inzwischen einen Tickwärmer sind und wir sowieso vom gehen aufgewärmt, aber auch verschwitzt sind, baden wir am Abend alle in einem Bach, der aus dem See rausfließt.

So ähnlich läuft es dann auch die nächsten Tage: Ein paar von uns baden fast jeden Tag und nutzen das gute Wetter, das immer schöner wird. Wolkenloser Himmel, Sonnenschein bis relativ spät am abend. Die Zeltplätze verlagern wir eher über die Baumgrenze. Dort weht ein leichter Wind und wir sind weit weg von Mooren. Das heißt: Deutlich weniger unserer ärgsten Feinde: Mosquitos!
Wir genießen die Zeit: Das Laufen geht bei den meisten mit jedem Tag besser (nur Michi plagt sich mit einem Krapf im Hüftgelenk rum, das kenne ich und es tut so weh :-( ), die Rucksäcke werden immer leichter. Und entgegen meiner Befürchtungen kann jeder seinen Rucksack gut tragen, teilweise wird, wenn Essen weggeht, anderes Material neu aufgeteilt, und es macht allen Spaß.

Ein Ausflug über die schwedische Grenze krönt unsere  Unternehmung. Ja, wir waren in Schweden: 2 Stunden lang und wir sind uns einig: Hier sind die Wege besser, die Menschen mehr und das Wetter besser. Sogar mehr Blaubeeren gibt’s. Über die mathematische Genauigkeit einer solch kleinen Stichprobe sehen wir großzügig hinweg ;-)

Nur ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt: Das Essen. Noch immer reicht es nicht, unseren immer größer werdenden Appetit zu stillen. Wurde in den ersten Tagen noch drüber diskutiert, ob wir nicht noch ein paar Blaubeeren fürs Frühstück suchen sollen oder dass es Stück Schokolade mehr schön wäre kommen wir gegen Anfang der zweiten Woche auf Themen wie: „Schokoladentorte wäre jetzt was tolles“ und enden am Ende unseres Urlaubs bei Diskussionen und Planungen über 5-gängige Menüs.

Trotz allem kommen wir nach 5 Tagen gesund und munter zurück, sogar der gemeine Krampf ist wieder weggegangen. Meine Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet und nach Dusche, Sauna und einer letzten Nacht im Zelt geht es zurück nach Oslo, wo wir uns nochmal richtig satt essen (Rentier natürlich, aber auch anderes) und am nächsten Morgen nach München, wo wir von Eltern und Majid, dem traurig zuhaus gebliebenen Jugendleiter überschwänglich begrüßt werden.



Fazit: Trotz alles Strapazen, Bedenken und wenig Essen waren es zwei geniale Woche, die wir alle lange in Erinnerung behalten werden.


Danke allen die dabei waren und allen, die uns zu hause unterstützt haben (Freunde, Eltern, Partner) für diese tollen zwei Wochen! Ihr seid toll!
Bille

Montag, 20. August 2012

Zurück aus Norwegen

Seit gestern sind wir zurück aus Norwegen.
Dieses mal war ich zwei Wochen mit meiner Jugendgruppe in der Gegend des Femundsees unterwegs (Region Engerdal, Hedmark). Nach einer Woche Kanutour auf dem Femund- und Isterensee haben wir uns dann noch an 5 Tage Trekking in und um den Femundsmarka-Nationalparkt gemacht.
Die Reiseinfos zu Norwegen werden dementsprechend bald aktualisiert, hier gibts schon mal erste Eindrücke:








 Bille

Montag, 11. Juni 2012

Reiseinformationen Schottland

Nach und nach wächst der Inhalt der Seiten. Die Infos über Schottland sind jetzt komplett. Ich hoffe, sie sind hilfreich.

Bille