Reiseinfos Australien/Neuseeland

Hier finden sich Infos zu den Trekkinggebieten in Australien und Neuseeland (bald) wieder.
Mit vielen Links und Informationen zu den Themen Anreise, Unterkünfte und Wanderkarten und vieles mehr.

Aktuelle Artikel auf dieser Seite:
AUS: Blue Mountains: Durch das Grose Valley (2 Tage) (Tips und Hinweise hierzu)
AUS: Larapinta Trail (Central Australia/Alice Springs) (Tips und Hinweise hierzu)


Über Updates, Kommentare, Hinweise etc. freue ich mich am Seitenende.
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Blue Mountains:

Durch das Grose Valley (2 Tage)


Reisebericht dazu.

1. Etappe:
Reist man öffentlich an oder hat das Auto in Blackheath stehen lassen, beginnt die Tour am Bahnhof den kleinen Ortes Mt. Victoria. Vom Bahnhof aus folgt man der Strasse nach Süden bis man auf den Highway trifft. Links abbiegen und weiter auf dem Highway über die Bahngleise (rechts der Straße führt auch eine Fußgänger-Brücke über die Gleise). Wenige Meter nach den Gleisen (~1,5km vom Bahnhof) trifft man linker Hand auf eine Piste die zum "Victoria Falls Lookout" führt, welchen man nach weiteren rund 5,5km und einer Gesamtgehzeit von rund 1,5h erreicht. Bis hierhin kann die Tour mit einem Taxi abgekürzt werden.
Vom Victoria Falls Lookout führt ein Pfad steil hinunter ins Tal. Bis zu den Victoria Falls, die man nach etwa 45min erreicht, ist der Pfad gut ausgebaut, anschließend wird er immer zugewachsener und schwerer zu gehen, bis man etwa 1,5h nach dem Lookout den Burra Korain Camp Ground erreicht (2,5km von Victoria Falls Lookout). Von dort überquert man gleich zwei mal den Bach um dann rechtsufrig weiter zu laufen. Der Weg wird ein wenig besser zu gehen, nach weiteren 1,5h und 4km erreicht man die Weggabelung zum "Pierces Pass".

2. Etappe:
Von der Weggabelung sind es rund 5km und 2h bis in den berühmten "Blue Gum Forest", ein sehr schöner Wald mit hohen Eukalyptusbäumen und vielen Vögeln. Hier ist eine Wegkreuzung, von der unterschiedliche Wege wieder heraus aus der Schlucht führen. Der kürzeste ist der zu "Perrys Lookdown" (an der Kreuzung rechts), allerdings nur wenn man dort eine Möglichkeit hat, mit dem Auto zurück zu kommen, sonst läuft man noch sehr lange auf einer Piste entlang. Der Weg geradeaus erreicht nach 10min den "Accacia Flat Camp Ground". Da auf diesen Wegen wesentlich mehr Tageswanderer unterwegs sind, sind die Wege weniger überwachsen und deutlich besser zu gehen. Der Weg folgt nun dem Govetts Creek flussaufwärts und rund 1-1:15h und 3,5km nach der Weggabelung. Erreicht man "Junction Rock", einen hohen Felsen im Fluss, an dem sich der Weg gabelt. Hier kann man auch wirklich schön Pause machen. Der Weg der über den Bach auf die andere Flussseite wechselt, führt entweder zum "Evans Lookout" oder durch den "Grand Canyon" aus der Schlucht hinaus. Der Weg der dem Bach rechtsufrig weiter folgt, kommt dann am "Govetts Leap Lookout" wieder heraus. Letzterer steigt nach Junction Rock immer deutlicher an und führt über unzählige Stufen durch das schmal Tal nach oben, die Vegetation ändert sich von den lichten Eukalyptuswäldern in einen dicht bewachsenen, niedrigen Regenwald. Nach rund 1,5h erreicht man den Fuß der "Bridal Veil Falls", von dort führt der Weg in ca. 30-45min durch eine fast senkrecht Wand über Absätze und künstliche Treppen spektakulär zum Schluchtrand, wo man am "Govetts Leap Lookout" auf die Straße führt. Auf dieser erreicht man in weiteren rund 30min den Ortskern mit dem Bahnhof von Blackheath.

GPS:
Die folgenden GPS Daten wurden mit einem GPS Logger aufgezeichnet und mit der Freeware "GPS Track Analyser" überarbeitet. Die Grafiken der Strecken und die Höhenprofile sind Screenshots aus "Google Earth". Zwischen den Höhendifferenzen und Strecken aus den Google Earth Höhenprofilen und denen aus der GPS Software scheint es einen deutlichen Unterschied zu geben. Ich gehe davon aus, dass Google Earth die Tracks stark glättet.

Etappe Routenansicht Höhenprofil GPS Daten zum Download
GroseValley gesamt Trek gesamt (kml)
Trek gesamt (gpx)
Etappe 1 Etappe 1 (kml)
Etappe 1 (gpx)
Etappe 2 Etappe 2 (kml)
Etappe 2 (gpx)
Grand Canyon von Blackheath
(Halb-)Tagestour
Grand Canyon (kml)
Grand Canyon (gpx)


Distanzen und Übernachtung auf Tour:
  • ca. 28km
  • ~ 1800hm Auf- und Abstieg
  • 10-11h Gesamtgehzeit
Übernachtung:
offiziell ist das Übernachten nur an den beiden ausgewiesenen Camp Grounds erlaubt (Accacia Flat und Burra Korain Flat). In der gesamten Schlucht finden sich aber im Abstand von rund 30min flache Plätze, häufig mit Feuerstellen (Feuer ist eingentlich bis auf Burra Korain verboten), wo ganz offensichtlich schon häufiger Leute übernachtet haben.
Karten:
Topographische Karten gibt's in den Outdoorgeschäften und Touristeninformationen in Sydney und den größeren Orten in den Blue Mountains.
Anreise:
Von Sydney geht die Blue Montains Line (ab Central Station) in etwa stündlich bis Katoomba und unregelmäßiger weiter bis Blackheath, Mt. Victoria und Lithgow. Anschluss zu letzteren Orten gibt's aber ab Katoomba auch mit dem Bus.
Übernachtung:
  • Blackheath: Blackheath Caravan Park. Zeltplatz, auch mit kleinen Cabins zum mieten, Küche, guten Sanitäranlagen und BBQ-Geräten. Rund 500m vom Bahnhof.
  • Katoomba: dort gibt es ebenfalls einen Caravan Park, relativ nah am Echo Point. Wird vom gleichen Betreiber wie der in Blackheath gemanagt.
  • Katoomba: "The Cecil" Guesthouse. Schönes altes Gasthaus mit sehr netten, jungen Managern direkt an der Katoomba Street. Faire Preise und viele unterschiedliche Zimmer (Doppel, Tripel, Familie, mit und ohne eigenes Bad), Frühstück inclusive.
Allgemeine Infos über den Blue Mountains National Park.




Der Larapinta Trail im australischen Outback (12 Sections)


Reisebericht zum Larapinta Trail (Sections 4-6).

Das Australische Outback ist eine Wüste. In den meisten Teilen keine Sandwüste (es gibt aber welche), sondern rote, trockene Erde mit wenig Vegetation und kargem Bewuchs, wenig Wasser und kaum Schatten. Der Larapinta Trail zieht sich hier über 223 km und 12 Sektionen entlang der West McDonnell Range durch das Outback. Als wir Mitte September (Australischer Frühling) dort waren, hatte es teils schon 40°C am Tag und die meisten Wasserlöcher waren schon wieder ausgetrocknet. Auch wenn man uns versichert hat, dass es ein besonders heißer Frühling war, darauf sollte man sich einstellen.
Und so unwirtlich es klingt: Diese Wüste ist ein Erlebnis. Die Kargheit bietet ihren ganz besonderen Reiz, überall wo es etwas Wasser und Schatten gibt, blüht plötzlich Vegetation auf und die Ausblicke in die Weite der Landschaft, vor allem von den steileren Bergketten sind atemberaubend.
Dieser Trail ist der einzige Fernwanderweg im Zentrum Australiens und einer der wenigen in ganz Australien, für die man kein Permit braucht, keinen Eintritt zahlt und es keine "Mengenbeschränkungen" an Personen gibt, das erleichtert die Planung.
Die Sektionen 4, 5 und 6 mit einer Gesamtdistanz von 65 km gelten als die härtesten, aber auch als die Schönsten (empfohlen von einem Einheimischen, der der Trail sehr gut kennt und von uns bestätigt). Mit viel Konition lässt sich jede Sektion in einem Tag bewerkstelligen, gemütlicher und vor allem bei hohen Temperaturen wesentlich besser ist es, jede dieser langen Sektionen in 2 Stücke aufzuteilen, denn wenn die Temperaturen tags auf 40°C ansteigen möchte man nach 11 Uhr morgens besser nicht mehr laufen... ein Sonnenstich wird dann schon ziemlich wahrscheinlich.

GPS:
Die folgenden GPS Daten wurden mit einem GPS Logger aufgezeichnet und mit der Freeware "GPS Track Analyser" überarbeitet. Die Grafiken der Strecken und die Höhenprofile sind Screenshots aus "Google Earth". Zwischen den Höhendifferenzen und Strecken aus den Google Earth Höhenprofilen und denen aus der GPS Software scheint es einen deutlichen Unterschied zu geben. Ich gehe davon aus, dass Google Earth die Tracks stark glättet.

Etappe Routenansicht Höhenprofil GPS Daten zum Download
Trekking gesamt
(Sec. 4-6)
Trek gesamt (kml)
Trek gesamt (gpx)
Etappe 1
(Ellery Creek - Rocky Gully)
Etappe 1 (kml)
Etappe 1 (gpx)
Etappe 2
(Rocky Gully - Hugh Gorge)
Etappe 2 (kml)
Etappe 2 (gpx)
Etappe 3
(Hugh Gorge - Fringe Lily Creek)
Etappe 3 (kml)
Etappe 3 (gpx)
Etappe 4
(Fringe Lily Creek - Birthday Waterhole)
Etappe 4 (kml)
Etappe 4 (gpx)
Etappe 5
(Birthday Waterhole - Brinkley Bluff)
Etappe 5 (kml)
Etappe 5 (gpx)
Etappe 6
(Brinkley Bluff - Standley Chasm)
Etappe 6 (kml)
Etappe 6 (gpx)


Distanzen und Übernachtung Section 4-6:

Um die angegebenen Gehzeiten einschätzen zu können habe ich für die Sektionen 6-4 (Gehrichtung West nach Ost) unsere Gehzeiten im Vergleich zu den angegebenen zusammengetragen. Wir sind zwei mittelmäßig fitte, um die 30jährige Trekker mit Rucksäcken um die 20kg.

Section von nach Angegeben:
Gehzeit
Distanz
Wir:
Gehzeit
6 Ellery Creek Saddle 1:30h
3,9 km
1:00h
6 Saddle Rocky Gully 4:00h
11,4 km
3:15
6 Rocky Gully Hugh Gorge 5:30h
15,9 km
4:00h
5 Hugh Gorge Hugh Gorge Junction 2:30h
3,5 km
1:15h
5 Hugh Gorge Junction Fringe Lily Creek 2:00h
3,8 km
1:15h
5 Fringe Lily Creek Razorback Ridge 1:00h
1,8 km
1:00h
5 Razorback Ridge Windy Saddle 1:00h
1,7 km
0:30h
5 Windy Saddle Rocky Talus 1:00h
0,6 km
0:40h
5 Rocky Talus Spencer Gorge 1:30h
1,7 km
0:40h
5 Spencer Gorge Birthday Waterhole 1:00h
2,9 km
0:55h
4 Birthday Waterhole Mintbush Spring 1:00h
2,2 km
0:35h
4 Mintbush Spring Stuart's Pass 1:00h
2,5 km
0:35h
4 Stuart's Pass Brinkley Bluff 2:00h
3,0 km
1:55h
4 Brinkley Bluff Reveal Saddle 2:30h
4,0 km
1:30h
4 Reveal Saddle Standley Chasm 2:30h
6,0 km
1:30h


Geht man die drei Sektionen in sechs Tagen, bieten sich folgende Übernachtungsplätze an: Rocky Gully, Hugh Gorge (Wasser), Fringe Lily Creek (Wasser von Hugh Gorge mitbringen oder am Hugh Gorge Waterhole nachtanken), Birthday Waterhole (Wasser), Brinkley Bluff (Wasser mitbringen, sehr schöner, exponierter Zeltplatz auf einem Gipfel mit gigantischem Blick).

Hinweise:
  • Vom Weg zum Zeltplatz "Rocky Gully" folgt man ca. 200m dem Bachbett.
  • Dort, wo man zum ersten Mal das Schild "Spencer Gorge" sieht, muss Wegpunkt "Rocky Talus" sein.
  • Von der Wegkreuzung zum Zeltplatz (und Wassertank) "Birthday Waterhole" sind es etwa 900m. Nach ein paar Metern im Flussbett rechts halten und dem Fahrweg folgen, das Gehen in dem kiesigen Bachbett ist kraftraubend.
  • In Section 4 stimmen die Distanzmarkierungen (alle 500m) nicht immer mit der Beschreibung überein, Abweichungen bis zu 500m sind möglich. Nicht verwirren lassen.

Wasser und Essen:
Der Larapinta Trail verläuft durch die Wüste. Wasser braucht man viel, findet man aber wenig. An den Trailheads gibt es große Wassertanks, die regelmäßig von Rangern nachgefüllt weren. Offiziell steht da, dass man es entkeimen sollte, laut einer Rangerin die wir getroffen haben, ist es aber normales Alice Springs Leitungswasser und sollte normalerweise unbedenklich sein. Natürliche Wasserquellen gibt es wenige.
Auf den Sections 4-6 findet man am Rocky Gully einen zusätzlichen Wassertank und an der Hugh Gorge Junction ein gutes Wasserloch etwa 20min nördlich des Zeltplatzes (Hugh Gorge Waterhole, in der Karte verzeichnet). Das Ellery Creek Big Hole ist ein großes Wasserloch, allerdings ist es auch ein Trailhead, Wasser gibts direkt daneben aus dem Tank. Man kann dort aber schön schwimmen.
Geht man eine der Sektionen 4 oder 5 in zwei Tagen muss man viel Wasser mitnehmen, es gibt dazwischen keine Wassertanks.
Essen: Man kann entwedet alles Essen mitnehmen, oder aber sich am Weg "food drops", also Lebensmittellager anlegen. Die Unternehmen, die auch die Transfers anbieten, bieten auch das Einrichten solcher food drops an, einkaufen muss man aber selbst.

Übernachtung:
Es darf nur an ausgewiesenen Zeltplätzen übernachtet werden, von diesen gibt es aber entlang des Weges mehr als genug, sie sind auch in den Karten verzeichnet. Achtung: Zeltplatz heißt nur: "Hier ist es erlaubt zu zelten". Wasser (und manchmal Toiletten) gibt es mit wenigen Ausnahmen nur an den Trailheads.

Karten:
Topographische Karten gibts speziell für den Larapinta Trail als Bundle (für alle 12 Sections) für 48 AUS$ (39 $ im Internet). Auf der offiziellen Homepage gibt es aber auch alle Karten (mit Ausnahme des Höhenprofils) und die Trailinformationen zum runterlagen und ausdrucken, die schwarzweißen Karten sind ziemlich gut. Das Höhenprofil ist zusammen mit der Karte an allen Trailheads auf einer Tafel einsehbar.

Anreise:
Nach Alice Springs mit dem Greyhound (laaaaang), dem Flugzeug oder dem Zug ("The Ghan", einmal wöchentlich von Darwin und Adelaide)
Zu den Trailheads mit:
  • Trek Larapinta
  • Alice Wanderer (diese organisieren auch die Flughafentransfers)
  • Von Standley Chasm kann man auch gut zurück trampen, dort sind viele Touristen
Der Transfer ist nicht ganz billig (rund 100$ pro Person und Strecke), eventuell kann man aber ein bisschen handeln. Wir durften um den halben Preis mitfahren, da der Fahrer sowieso mit einem anderen Paar gefahren ist.

Übernachtung:
In Alice Springs einigermaßen günstig im Toddy's Backpackers. Es gibt dort freies WLAN, einen Pool, nettes Personal und ein Flughafentransfer (zumindest bei Ankunft) ist wie bei den meisten Übernachtungsgelegenheiten inklusive.

Offizielle Homepage des Larapinta Trail mit umfangreichen Informationen, Karten, aktuellen Nachrichten etc.

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